Ich wurde 1970 in Görlitz geboren, nach beschwerlicher Wartezeit von 7 Jahren auf den Ausreiseantrag siedelte meine Familie 1984 nach Berlin West über. Das plötzliche Gefühl des Eingesperrtseins im „Westen“ nach der Ausreise prägte mein Denken und ich sinne seither auf geistigen Ausbruch im Rahmen meiner kreativen Freiheit. So bin ich selbst in meinem künstlerischen Wirken auch schlecht auf Materialitäten oder Methoden oder Arbeitsweisen festzulegen und überspringe in meinen Arbeiten oft die Genre. Ich studierte von 1994 – 2000 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Ursula Sax und Prof. Ulrike Grossarth. Ein einjähriges Gaststudium führte mich an die Muchina Akademie in St. Petersburg, wo ich Schmieden und Emaillieren lernte. Mein Diplom erhielt ich 2000 an der HfBK Dresden. Seit 2002 bin ich selbständig als Künstlerin, seit 2005 in Potsdam hauptsächlich mit Installationen und Performances zu erleben. Im Jahr 2007 war ich Jahresstipendiatin des Landes Brandenburg. Daraus folgte 2009 die Stipendiatenausstellung „Wahlverwandtschaften“ im Kunstmuseum Dieselkraftwerk. 2013 erhielt ich den 2. Platz bei Wettbewerb für Kunst am Bau für den Landtag Brandenburg. Der dafür konzipierte Schriftzug „Ceci nést pas in chateau“ wurde 2014 umgesetzt und ist damit ein bleibendes Werk zwischen den vielen flüchtigen in meiner Arbeit. Es folgten 2015 das Kunstprojekt „RechenZENtrum“ auf dem umstrittenen Bauplatz der Garnisonkirche in Potsdam und das Projekt „Fischen und Furchen“ mit Manfred Sieloff im Rahmen von Kulturland Brandenburg mit den Performances „Erden“, „Vermessen“, „Furchen“ und Thronen. Die Weiterbildung im Kuratieren an der UdK Berlin im Jahr 2016 hatte die Ausstellung „Ist das Stadt oder kann das weg?“ in der FH Potsdam mit dem neu entstandenen Kuratorenteam neudeuter zur Folge. In den darauf folgenden Jahren performte ich bei verschiedenen Ausstellungen u.a. mit „Butterhut“(2016), „Hoch hinaus“ (2016), „Die Sieben Todsünden“(2018), „Brett vorm Kopf“(2018), „mal angenommen, ich schwiege“(2020). Im Jahr 2020 wagte ich eine zweite Intervention im umkämpften Stadtraum in Potsdam mit dem Apotropaion „Neidkopf“ am Rechenzentrum in Potsdam. Diese wurde mit der gleichnamigen Performance eröffnet. In den Coronajahren 2020 und 2021 konnte ich dank zweier Mikrostipendien durch das MWFK die vierteilige Performance-Reihe „Auftafeln“, „Verwursten“, „Strudeln“, „Abhängen“ im Atelier Guelden in Potsdam kreieren und aufführen und das malerische Werk „Zimmer im Zimmer“ realisieren. In 2021 fielen auch die Performance „Dies Buch gehört dem König“ beim Aktionstag von KulturMachtPotsdam und die Performance „Große Wäsche“ auf dem Alten Markt, Potsdam bei der Ausstellung „INSOFERN“. Umgesetzt wurden außerdem 2021 die Installation am Rechenzentrum „Lisenen“ mit Roman Lindebaum und die Performance „Inspiration in der Isolation“ in der gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus Scholle51, welches seit 2021 auch mein neuer Arbeitsort ist. Mit meiner Ausstellungsbeteiligung bei „Mikro“ in der GEDOK Brandenburg ist derzeit mein Werk „Zimmer im Zimmer“ zu sehen, welches mit der zugehörigen Performance den zweiten Teil der Ausstellung bei der Midissage eröffnete.